Wenn du nicht weißt, was du willst…

Du hast keine Ahnung, was du willst. Du reagierst blindlings auf die Dinge, die gerade am dringlichsten erscheinen und bist froh, wenn du wieder einen Tag hinter dich gebracht hast. Abends fällst du todmüde ins Bett und fragst dich, was du eigentlich den ganzen Tag gemacht hast. Und am Morgen drückst du fünfmal die Snooze-Taste, weil du dich diesem neuen, sinnlosen Tag nicht stellen willst. Du hast keine Ahnung mehr, wozu du das alles überhaupt machst oder wann du das letzte Mal glücklich warst. Kommt dir das bekannt vor?

Das geht leider den meisten Menschen so. Wenn du nicht weißt was du willst, kannst du dein Leben nicht zielorientiert ausrichten. Das bedeutet, dass du nur noch „re-agierst“ und jeden Tag irgendwelchen To-Dos hinterherrennst, die dich deinen Träumen nicht näherbringen. Dieser Zustand verursacht Stress, da du genau merkst, dass dich die Dinge, die du den ganzen Tag tust, nicht glücklich machen.

Aber du hast jederzeit die Möglichkeit diesen Zustand zu ändern! Wir helfen dir dabei, indem wir dir ein paar Methoden vorstellen, wie du deinem Ziel auf die Spur kommen kannst!

Wichtige Fragen für dein Ziel

Stelle dir bei den folgenden Übungen immer folgende Fragen:

    • Löst dieses Ziel Vorfreude in mir aus?
    • Ist dieses Ziel groß genug, sodass es mich begeistert?
    • Hast du das Gefühl, dass dieses Ziel ein wahres Abenteuer für dich bedeutet? 
    • Musst du dafür aus deiner Komfortzone heraus?
    • Ist dieses Ziel etwas, das du wirklich willst?

Hierbei geht es nur um die Frage, WAS du willst. Bis du das geklärt hast, kann ich dir nur raten, das WIE komplett auszublenden. Andernfalls begrenzt du dich von vornherein selbst und bleibst unter deinen Möglichkeiten.

 

Finde dein Ziel

1. Aktivität

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Tue irgendetwas, Hauptsache du tust etwas. Das hilft dir nicht nur in deinem Denkprozess, sondern du sammelst auch Erfahrungen und Informationen, die du nutzen kannst. Zudem fördert Aktivität dein Selbstwertgefühl, weil du deine Angst überwindest und losgehst. Auf diesem Weg öffnen sich dir vielleicht Türen, die du andernfalls nie gesehen hättest oder du triffst Menschen, die dich unterstützen und dir neue Möglichkeiten aufzeigen.

2. Beruf

Du bist todunglücklich in deinem Job, aber du weißt einfach nicht, was du stattdessen machen willst? Folgende Übung kann dir helfen: Beschreibe den Job deiner persönlichen Hölle. Das fällt den meisten Menschen lustigerweise viel leichter, als ihren Traumjob zu beschreiben. Stelle ihn dir in allen Einzelheiten vor, am besten du schreibst alles auf, was dir dazu einfällt. 

Und dann verkehrst du alle Punkte in ihr positives Gegenteil. Das funktioniert deswegen, weil du bei deinem „Höllenjob“ Dinge benennst, die du auf gar keinen Fall willst – was bedeutet, dass dir diese Punkte wichtig sind. Deckt dein Job diese Dinge im positiven Sinn ab, ist das ein Hinweis darauf, dass er dich glücklich machen kann. Selbst wenn nicht alle Punkte davon passen, dadurch erfährst du einige wertvolle Hinweise dazu, was du wirklich willst.

3. Fluchtfantasien

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Die Idee ist der vorherigen sehr ähnlich. Male dir deine Fluchtfantasie so plastisch wie möglich aus. Siehst du dich an einem fernen Sandstrand unter Palmen? Bist du auf einem Survival-Trip in Kanada? Bist du mitten im Großstadtdschungel in New York unterwegs? Oder einfach am liebsten daheim auf dem Sofa, Decke über dem Kopf und Ruhe? Deine Fluchtfantasie gibt dir wichtige Hinweise darauf, was du gerade am dringendsten brauchst.

4. Freiheitsfantasie

Wenn du bereits ein Ziel im Kopf hast, dir aber nicht sicher bist, ob es wirklich das ist, was du willst, gibt es eine weitere Übung. Versetze dich gedanklich zehn Minuten lang dahin, dass du bereits dieses Ziel lebst. Wie fühlt es sich an? Was tust du? Würde es tatsächlich zu dir passen? Oder findest du die Vorstellung nach Berücksichtigung einiger Details, an die du bisher nicht gedacht hattest, eventuell doch gar nicht mehr so toll? Ob du nach zehn Minuten vor Begeisterung ganz aus dem Häuschen bist oder mit schreckgeweiteten Augen nur noch zu deiner Fluchtfantasie übergehen willst – so oder so hast du deine Antwort.

5. Dinge, die du gerne tust

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Was macht dir Freude? Bist du glücklich, wenn du dich mit einem guten Buch in die Hängematte legen kannst? Oder steigst du am liebsten auf die höchsten Gipfel und bewunderst die Aussicht? Hörst du gerne Musik, machst Sport oder kochst für deine Freunde? Es ist naheliegend, dass du ein glücklicheres Leben führst, wenn du die meiste Zeit mit Dingen verbringst, die du gerne tust. Also schreibe dir eine Liste und überlege dir, wie du diese Punkte am besten in dein Leben integrieren kannst!

6. Dinge, die du früher gerne getan hast

Viele Menschen sind so in ihrem Alltag gefangen, dass sie vergessen haben, was sie gerne tun bzw. was sie glücklich macht. Wenn es dir genauso geht, frage dich, was du früher (vor 5, 10 oder 20 Jahren) gerne gemacht hast. 

7. Wenn nichts schiefgehen könnte...

Oft wüssten wir zwar, was wir gerne tun würden, trauen uns aber noch nicht mal, daran zu denken. Schuld daran ist unsere Angst. Angst vor Fehlern, davor ausgelacht zu werden, sich zu blamieren, das Ziel nicht zu erreichen oder manchmal sogar die Angst davor, erfolgreich zu sein. Schiebe für einen Moment die Angst beiseite und stelle dir die Frage: Was würdest du am liebsten tun, wenn nichts schiefgehen könnte? Wenn Zeit, Geld und Fähigkeiten keine Rolle spielen würden?

8. Zu viele Ziele

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Dieser Punkt ist vor allem für die Scanner unter uns ein Problem. Da fühle ich mich auch durchaus angesprochen :-). Wir haben zu viele Ideen in unserem Kopf, wollen alles auf einmal und sobald wir das Gefühl haben, in einem Bereich nicht mehr wachsen zu können, springen wir zum nächsten. Das ist an sich nichts Schlechtes. Nur ist gerade hier die Gefahr auszubrennen sehr hoch. Priorisiere deine Ziele. Vielleicht kannst du manche als Hobby am Wochenende verfolgen und andere in deinem Job abdecken. Für Träume, die du jetzt aufgrund von Zeit, Geld oder Lebensphase noch nicht verwirklichen kannst, hilft dir die nächste Übung.

9. Fundbüro für deine Träume

Wann immer du das Gefühl hast, dass du, wenn du dich für ein Ziel entscheidest, andere verpasst, nutzt du diese Übung. Schreibe alle Träume, die du jetzt noch nicht verwirklichen kannst auf und sammle sie in deinem persönlichen Fundbüro für Träume. Es wird die Zeit kommen, wenn du deine jetzigen Projekte abgeschlossen hast. Dann kannst du aus deinen gesammelten Träumen diejenigen auswählen, die du als nächstes verwirklichen möchtest. So vergisst du zum einen keines deiner Ziele. Zum anderen nimmst du dir etwas von deinem Zeitdruck, weil du weißt, dass du zwar nicht jetzt aber später auf alle deine Ziele zurückkommen wirst.

10. Nutze Gruppen, Vereine und Organisationen

Über diese Plattformen kannst du die verschiedensten Dinge ausprobieren und kommst mit Menschen ins Gespräch. 

11. Essenz

Erstelle eine Liste mit all den Dingen, die du liebst und streiche dann eine Sache nach der anderen. Kürze die Liste bis es weh tut, dann erkennst du, was dir wirklich wichtig ist. 

12. Entspanne dich und genieße das Leben!

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Manchmal sind wir so verbissen auf der Suche, dass wir uns dadurch völlig blockieren. Vergiss nicht, ab und zu loszulassen und einfach dein Leben zu genießen! Triff dich mit Freunden, trink eine Tasse Tee, geh spazieren, geh feiern, schau deine Lieblingsserie, geh auf Veranstaltungen. Manchmal ergibt sich aus solchen Momenten eine neue Idee. Und sonst hattest du einfach eine gute Zeit!

13. Freude als Indikator

Freude - Boss of my life - Blog

Freude ist ein guter Indikator dafür, dass du gerade etwas tust, das dir entspricht. Manchmal hilft es daher, weniger nachzudenken und mehr zu beobachten. Frage dich:

    • Was genau hat mich gerade so glücklich gemacht?
    • War es das, was ich getan habe? Was genau habe ich getan?
    • War es das, was ich erreicht habe? 

Schreibe am Abend jeden Tag auf, was dir an diesem Tag Freude bereitet hat. Somit lenkst du deine Aufmerksamkeit nicht nur auf die Freude in deinem Leben, sondern du erkennst auch immer mehr, was du eigentlich in deinem Leben willst. 

14. Bewunderung und Neid

Auch diese beiden Gefühle verraten dir einiges über deine Träume. Stelle dir die folgenden Fragen:  
    • Wen bewunderst du?
    • Wofür bewunderst du diese Person?
    • Wie könntest du das selbst stärker leben?

15. Klarheit in jedem Moment

Mache es dir zur Gewohnheit in jedem Moment das zu tun, das dir am meisten entspricht. Es ist dein Leben. Entweder du gestaltest es selbst oder andere werden es für dich tun. Überlege dir:

    • Wenn ich jetzt klar wüsste, was ich wirklich will, dann …
    • Wenn ich jetzt klar wüsste, was mit guttut, dann…
    • Wenn ich jetzt klar wüsste, was der nächste richtige Schritt für mich ist, dann…

16. Meditation

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Es gibt viele geführte Meditationen zum Thema Klarheit. Ich persönlich mag die Meditationen von Veit Lindau und Ohrinsel, es gibt aber unzählige weitere. Finde für dich heraus, welche davon zu dir passen. Und dann nutze die Meditation, um in dich hineinzuhören. Was willst du wirklich? Nimm dir Zeit dafür und schaffe einen Raum der Stille. Und dann hör zu.

17. Die letzten 20 Minuten deines Lebens

Du bist 100 Jahre alt und schaust auf dein Leben zurück. Was war gut, wovon hättest du gerne mehr gehabt? Wärst du gerne verrückter gewesen? Mutiger? Hättest du gerne weniger gearbeitet und mehr Zeit mit deiner Familie verbracht? Was hinterlässt du? Was sagen Menschen über dich, die dir wichtig sind? Wenn du von dort auf deine jetzige Situation zurückschaust, wie würdest du handeln?

18. Die eine Sache

Wenn du dich im Leben für eine einzige Sache zu entscheiden hättest, für die du alles andere hergeben müsstest, was wäre das? Hast du dein Leben bereits dieser einen Sache verschrieben?

Was kann dir noch helfen? Lese Autobiografien. Erweitere deinen Erfahrungsschatz und dein Vorstellungsvermögen, wann immer du kannst. Lerne neue Dinge.Triff interessante Menschen und tausche dich aus. Tue, was dir Freude macht!

Viel Erfolg bei deinem neuen Ziel!

 
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